| L E G E N D E | |
| Schutzraum / Unterstand — groß | |
| Schutzraum / Unterstand — mittel | |
| Schutzraum / Unterstand — klein | |
| Eingravierung | |
| militärische Besetzung | |
| Schleif(werk)-stätte | |
| Aussichtspunkt | |
| markierter Pfad | |
| begehbarer (zugänglicher)-Gipfel | |
| Größe — groß | |
| Größe — mittel | |
| Größe — klein | |
| Höhe: m ü. NN | |
| Bezugspunkt: m / Himmelsrichtung () von ORT: | |
| B E S C H R E I B U N G |
Opferschale (Pierre à bassin du Maimont)Beschreibung: Der Opferstein des Maimontberges wird manchmal auch heute noch als Ort betrachtet, an dem die Kelten Opfer darbrachten. Dort befindet sich eine kreisförmige Absenkung von 1,30m Durchmesser und 70cm Tiefe am Gipfel (513m Höhe) auf einem kleinen Felsen. Der obere Teil der Wand weist Rillen auf, die von Erosionen herrühren. Das ganze Becken ist von Rissen durchzogen. Am bedeutendsten dieser Risse entlang ist der Felsen infolge einer Absenkung des Bodens eingebrochen. Was die Rillen angeht, so haben sie nie dazu gedient, Opferblut abzuleiten. Solche kleinen Kanäle befinden sich manchmal auch in anderen Becken, sei es als Abflüsse, sei es als Verbindungen, was wahrscheinlich zum Glauben an Blutopfer an diesen Orten geführt hat. Als erster befasste sich ein Förster namens Vogt 1888 mit dem Felsen. Er ließ das abgesunkene Stück wieder aufrichten, den Grund mit Mauerwerk befestigen und das Becken mit Zement ausmauern. 1889 besichtigte der Archäologe Mehlis den Felsen und fand die Reparaturen sowie einige Stücke römischer Ziegel vor. (Etwas weiter unten befindet sich übrigens ein Ringwall, den die Kelten um 350 v.Chr. besetzt hatten, später wohl auch die Römer, von denen man Gegenstände in der Nähe fand). Diese Funde genügten Mehlis um dem Felsen als Opferstein zu kennzeichnen und dies in seinem Werk „Waltharisage und Wasgenstein „ noch festzuschreiben. So verbreitete sich dieser Irrglaube. Er korrigierte sich zwar 1924 in der Zeitschrift "Das Wandern" aber der Irrglaube bestand fort, und gilt manchmal bis heute. |