L E G E N D E
  Schutzraum / Unterstand — groß
  Schutzraum / Unterstand — mittel
  Schutzraum / Unterstand — klein
  Eingravierung
  militärische Besetzung
  Schleif(werk)-stätte
  Aussichtspunkt
  markierter Pfad
  begehbarer (zugänglicher)-Gipfel
  Größe — groß
  Größe — mittel
  Größe — klein
Höhe: - m ü. NN
Bezugspunkt: m / Himmelsrichtung () von ORT:





B E S C H R E I B U N G

Becherfelsen   (Cupules du Reisberg)

Beschreibung:

Cupules du Reisberg Becherfelsen bei Niederbronn - les - Bains   (in der Nähe der Wasenbourg).

  • Die Becken (oder Becher)- Steine waren Anlass für verschiedene Interpretationen:
  • für die Geologen sind die meisten natürlichen Ursprungs (Auflösung einer sphärischen Konkretion (Sinterung) auf Grund von Erosion.
  • Für die Prähistoriker wurden sie vom Menschen ausgegraben im Hinblick auf rituelle Opfer.
    Da es für den Sandstein charakteristisch ist, kommen sie in den Nordvogesen besonders häufig vor: Maimont, Geierstein (La Petite Pierre), Stampfloecher (St Jean- Saverne),
    Pierrre d’ Appel (Saint- Dié)...
  • Am Rand des Bechersteines befindet sich der ALTARSTEIN (Ch. Matthis):
    Die Tischplatte (2,35 m breit) ist von einem nicht sehr tiefen Becken mit einem runden Loch in der Mitte durchbrochen. Das Wasser ergießt sich durch eine Rinne vom Becken aus zum Rand des „Altars“ hin.
    Da wir nichts Genaues wissen, wollen wir uns mit den • LEGENDEN zufrieden geben.
  •       Ch. Matthis erzählt, dass dort zweimal im Jahr ein Gefangener exekutiert wurde. Zu welchem Zweck?
  •       Ch. Matthis berichtet uns auch, dass die Frauen, welche Mütter werden wollten diesen Stein mit Wasser begossen das aus der Quelle von Niederbronn kam (1593 als Kindelsbrunnen bezeichnet). Sie legten außerdem am St- Johannestag Opfergaben in die Becken. Aber sie beendeten ihre Pilgerfahrt an der Wasenbergkapelle! Die Puppelessteine (Kindssteine) der Vogesen sind ebenso zahlreich wie die fruchtbar machenden Quellen. Der Storchenmythos entstand erst 1870. Mehrere Konzile verboten diese barbarischen Sitten. Am selben Tag kamen die Einwohner der Umgebung nach Niederbronn, um ein 24- stündiges Bad zu nehmen im Glauben an die prophylaktischen Eigenschaften des Wassers.
  • Vermerk unter Bild: Hexe beim Hagel machen (XV. Jh.)