Scheibenberg
Beschreibung:
Auch Scheibenfels oder Belvedere des Scheibenbergs
genannt.
Felsen auf mehreren Etagen am SO-Rand des Scheibenbergs mit einem Vorsprung
(Aussichtspunkt) genannt Belvedere. Ca. 10 m nördlich „Taufstein“.
An diesem Ort befindet sich im Sockel eines kleinen Unterstandes eine
Ausgrabung in Form eines Bechers (Vertiefung). Gewisse Glaubensvorstellungen
haben diesem einen Kult zugeordnet: Opfer oder Taufstein?
In der Nähe gibt es noch zwei weitere gleiche „Becher“ (hinten am Belvedere
und vor dem oberen Unterstand).
Sie weisen alle die gleichen Besonderheiten auf:
·
genau in der Mitte befindet sich ein viereckiges
Loch;
·
ein flacher Grund;
·
eine vertikale Wand;
·
eine vorspringende Abflussrinne, (was die Anbringung eines
Gefäßes zur Aufnahme einer Flüssigkeit ermöglicht).
Es scheint also, als hätten diese „Becher“ dazu gedient, Schleifsteine
zu stützen (aber wo sind letztere geblieben?); wahrscheinlich zur Herstellung
von Bucheckern- oder Nussöl.
Wie gewisse andere Unterstände, waren die des Scheibenbergs vielleicht
im Mittelalter besetzt, besonders derjenige der oben am Fels. Es wäre
möglich, dass die „Mühlsteine“ in dieser Zeit benutzt wurden. Man kann
auch eine Beziehung zu der oberhalb der oberhlb
des Scheibenbergs in ca. 200 m Entfernung gelegenen „Heidenmauer“ annehmen.
Vorne am oberen Unterstand befindet sich ein Stein mit vier Eingravierungen,
die Hufeisen ähneln. Ihre Länge variiert zwischen 10 und 12 cm und ihre
Breite zwischen 7 und 13 cm.
Man könnte auch meinen, dass diese Eingravierungen den letzten Buchstaben
des griechischen Alphabets, nämlich Omega (Ω), darstellen, einen
Teil des Symbols für die jüdisch-christliche göttliche Identität („ich
bin das Alpha und das Omega“ – „ ich bin der Anfang und das Ende“).
Der gesamte Fels ist ca. 100 m lang.
Mehrere Unterstände:
·
«Taufstein»: Sockel mit Schleifstein.
·
Hinter den Eingravierungen der «Hufeisen » (oberer Unterstand):
der umfangreichste − L 10 m B 3,5 m H 2 m.
·
Hinter dem «Belvédère »: Graffiti, darunter etliche alte; Bank
in der Nähe.
·
Unter dem «Belvédère »: großer Geröllstein, der das Äußere teilweise
verschließt; an seiner Decke befinden sich ein paar kleine Kugeln oder
ihre Aushöhlungen; mehrere Gewehreinschüsse in der Nähe.
·
In ca. 20 m Entfernung rechts vom «Belvédère »: niedriger Unterstand,
vorne mit einem behauenen Stein, der eine kubische Form aufweist (auf
einer Vorderseite eine Kartusche und auf einer anderen ein viereckiges
Loch von 10 cm Seitenlänge und 20 cm Tiefe).
In der Nähe einige feine Wetzrillen.
In der Verlängerung dieses letzten Unterstandes befindet sich ein großer
ehemaliger Steinbruch zur Höhe des Abhanges hin.
Nicht zu verwechseln mit dem Scheibenberg von Offwiller. Das Scheibenwerfen, das man an diesem noch
ausübt, gibt es an dem von Rothbach seit Ende des letzten Jahrhunderts
nicht mehr (Brandrisiko).
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