| L E G E N D E | |
| Schutzraum / Unterstand — groß | |
| Schutzraum / Unterstand — mittel | |
| Schutzraum / Unterstand — klein | |
| Eingravierung | |
| militärische Besetzung | |
| Schleif(werk)-stätte | |
| Aussichtspunkt | |
| markierter Pfad | |
| begehbarer (zugänglicher)-Gipfel | |
| Größe — groß | |
| Größe — mittel | |
| Größe — klein | |
| Höhe: - m ü. NN | |
| Bezugspunkt: m / Himmelsrichtung () von ORT: an der Landstraße D12 Wimmenau | |
| B E S C H R E I B U N G |
Zwölfapostelstein (Pierre des douze apôtres)Beschreibung: Auf der Landstraße von Wimmenau nach Goetzenbruck erhebt sich an der Kreuzung nach Althorn zu ein 4,40 m hoher Stein, der schon die Grenze zwischen Völkern keltischen und germanischen Ursprugs bezeichnete. Manche sehen darin eine Art Lothringischen Menhir (als Opferstein oder zu Ehren einer Gottheit errichtet). Seit dem 12. Jahrhundert verläuft hier die Grenze zwischen Elsass und Lothringen. Die Eingravierungen mit dem Datum 1609 und dem Lothringer Wappen sind zur selben Zeit entstanden wie die am Dreipeterstein. Dank seiner Funktion als Grenzstein ist er wohl der Zerstörung durch das Christentum entgangen. 1787 tat ein Holzhändler aus Ingwiller den Schwur ihn zu einer Kreuzigungsstätte zu machen (Calvaire). Oberhalb des genannten Datums sind auf den vier Seiten die Namen der 12 Apostel eingraviert. Sie werden von einem Kreuz mit dem leidenden Christus überragt darüber Gottvater, daneben zwei weinende Mariengestalten. Bis zum 2. Weltkrieg wurde an diesem Ort am Auferstehungstag das große Breitensteinfest begangen. Es ist anzunehmen, dass diese Tradition auf die Markttage zurückgeht, wo sich die Stämme zum Warenaustausch trafen. Jedes Jahr kamen dort am 15. August (ebenfalls bis zum genannten Zeitpunkt) auch Zigeuner in großer Zahl zusammen. Dies ist ein weiteres Indiz für den Treffpunktcharakter des Steines. |